Das Interesse an der KV-Lehre ist in den letzten Jahren zurückgegangen. Am 20. September wurde aus diesem Grund in der Ostschweiz ein neues Angebot für die KV-Lehre der Presse vorgestellt. Globalisierung und Digitalisierung verlangen für die zukünftigen kaufmännischen Lehrabgänger und Lehrabgängerinnen erweiterte und vertiefte Kenntnisse in Fremdsprachen, Projektmanagement und Informatik. Genau diese Bereicherung und Erweiterung bietet das lancierte KV 4.0-Angebot.

Das neue Modell hat zum Ziel, die KV-Lehre attraktiver zu gestalten. Nach dem 2. Lehrjahr ist ein einjähriger Lehrunterbruch vorgesehen, wobei die bestehenden Ausbildungsbetriebe dem Lernenden in dieser Zeit einen Praktikumsvertrag ausstellen. Während des so genannten Praxisjahres werden die Lernenden einen beruflichen Seitenwechsel erleben, ein Praxisprojekt praktisch umsetzen und auch einen 18-wöchigen Auslandsaufenthalt mit Berufspraktikum wahrnehmen können. Für die Unterstützung dieser Berufspraktika im Ausland ist mit dem Call 2019 ein Antrag bei Movetia vorgesehen. In den Onboardings (Vorbereitungsphase) werden die Lernenden auf die verschiedenen Elemente des KV 4.0 vorbereitet und wichtige Kompetenzen der Zukunft werden geschult.

Während der ersten zwei Lehrjahre qualifizieren und bewerben sich die Lernenden mit ihrem Können für das innovative Praxisjahr. Nach dem Praxisjahr wird die Lehre mit dem 3. Lehrjahr fortgesetzt und abgeschlossen.

Getragen wird das Projekt vom Verein KV 4.0, der momentan aus Gründungsmitgliedern von Lehrbetrieben, dem Amt für Berufsbildung und der Berufsfachschule BZWU besteht. Weiteren (Ausbildungs-)betrieben steht die Vereinsmitgliedschaft offen, um das Projekt und die (eigenen) Lernenden zu unterstützen. 

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