Die nationale Agentur für Austausch und Mobilität Movetia fördert Austausch- und Mobilitätsprojekte und -aktivitäten – in der Schweiz, in Europa und ausserhalb Europas – auf allen Bildungsstufen sowie in der ausserschulischen Jugendarbeit. Movetia unterstützt nicht nur beim Sprachenlernen, sondern leistet auch einen Finanzbeitrag an Auslandaufenthalte.

Was bringt Lernenden und Lehrabsolventen/innen ein Auslandsaufenthalt?

Nebst neuen Erfahrungen sammeln und das Erwerben von Kompetenzen... 

... persönliche Fähigkeiten weiterentwickeln
Ein Auslandsaufenthalt ist ein mutiger Schritt. Man lernt sich selber besser kennen und gewinnt Selbstvertrauen. Vorurteile werden beiseite geschoben und der Horizont automatisch erweiteret. Unbekanntes erleben und neue Wege finden, um Probleme zu lösen, gehören zum Alltag eines Aufenthalts. Diese Softskills sind in der Arbeitswelt unverzichtbar.

... Internationale Berufserfahrung sammeln
Ein Auslandsaufenthalt erlaubt vielfältige Einblicke. Die Arbeitswelt, in die man eintaucht, zeigt einem neue Prozesse auf. Kontakt mit neuen Techniken, anderen Bildungssystemen und fremden Arbeitskulturen - das alles erweitert die Erfahrung. Für die berufliche Karriere ist das von grosser Bedeutung.

... Fremdsprachen lernen
Im Ausland leben heisst, eine Fremdsprache zu lernen. Bei der Arbeit, in der Schule, in der Gastfamilie oder während der Freizeit - die neue Sprache begleitet rund um die Uhr. Dies ergänzt nicht nur den Lebenslauf, sondern macht auch attraktiv für den Arbeitsmarkt. 

Zahlreiche Möglichkeiten während und nach der Ausbildung

Ferienaustausch für Jugendliche von 11 bis 18 Jahren
Jugendliche können ihre Ferien mit einer gleichaltrigen Schülerin oder einem gleichaltrigen Schüler aus einer anderen Sprachregion der Schweiz verbringen. Die gemeinsame Zeit verbringen die Teilnehmenden abwechselnd in der eigenen Familie und in der Familie der Austauschpartnerin oder des Austauschpartners.
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Auslandsaufenthalt während der Lehre
Bereits während der Lehre kann man andere Arbeitsmethoden und Lebensweisen entdecken. Die Aufenthaltsdauer reicht je nach Ausbildung und Lehrbetrieb vom Kurzpraktikum bis hin zu einem einjährigen Auslandaufenthalt.

Praktikum nach der Lehre
Mit einem Praktikum im Ausland sammelt man erste internationale Arbeitserfahrungen, die Sprachkenntnisse verbessern sich und man erwrirbt neue Selbst- und Sozialkompetenzen.
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Studium im Ausland
Ein Studium nach der Lehre ist heutzutage durchaus üblich. Die Zeit für ein Auslandpraktikum oder ein Auslandsemester an einer europäischen Hochschule kann man ganz einfach mit ins Studium einberechnen.
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Was bringt den Institutionen ein Auslandsaufenthalt der Lernenden und Lehrabsolventen/innen?

Rentable Investition bei gesichertem Inhalt
Die Bedenken der Ausbildungsbetriebe, dass die Lernenden im Ausland nur Freizeit geniessen, bewahrheitet sich nicht. Da die Berufspraktika die aktive Teilnahme der Lernenden im Gastbetrieb verlangen, sind Entwicklungsschritte garantiert. Entsprechend stellen die Ausbildungsbetriebe und Berufsschulen nach dem Berufspraktikum im Ausland eine positive persönliche und berufliche Entwicklung fest. Mehr Selbstvertrauen, Selbstorganisation und neue Perspektiven auf die eigene Arbeit (Berufsverständnis) werden oft mit Freude festgestellt. Daher sind für die Institutionen die Berufspraktika im Ausland eine rentable Investition, die bereits nach kurzer Zeit (nach der Rückkehr der Lernenden) Früchte trägt. Weiterer positiver Effekt: Die Lernenden bezeichnen das internationale Berufspraktikum oft als Energiekick für die restliche Lehrzeit.

Generationengerechte Ausbildung - attraktive Berufsbildung
Die heutigen Lernenden (Generation Z) haben ihre eigenen Lernpräferenzen. Neben multimodalem Lernen (Sprache, Bilder) auf persönlicher und individuelle Ebene ist ihnen auch zweckbezogenes Lernen (eigene Entfaltung, individuelle Ziele) besonders wichtig. Handeln und Ergebnisse stehen vor der klassischen Wissensaneignung, die jederzeit abgerufen werden kann. Da kommt ein Berufspraktikum im Ausland wie gerufen: Eigene Erfahrungen sammeln zu können und dadurch neue Handlungskompetenzen zu entwickeln, entspricht dem Wunsch nach individueller Förderung. 
Mittel- bis langfristig können die Ausbildungsbetriebe / Berufsschulen mit dem Angebot von Berufspraktika im Ausland während oder nach der Lehre die Attraktivität der Berufsbildung und der eigenen Institution steigern. Denn die heutigen Lernenden suchen nach Institutionen die zu ihnen und ihren Bedürfnissen passen. Schon möglich, dass die Lernenden dadurch auch nach der Lehrzeit dem Betrieb längere Zeit treu bleiben.

Weltweite Vernetzung
Sehr viele Unternehmen, auch KMUs, erzielen ihre Hauptumsätze im europäischen und globalen Markt und müssen sich dort bewähren. Mitarbeitende aller Bereiche kommen mit ausländischen Menschen in Kontakt: Beim Verkaufsgespräch, bei der Auslieferung, Inbetriebnahme und Unterhalt. Dazu braucht es neben Fachkenntnissen vor allen Sprachkenntnisse und Erfahrungen im Umgang mit andern Kulturen: Einfühlungsvermögen, Respekt und Verständnis für fremde Menschen sind unerlässlich. Frühe internationale Berufserfahrungen bieten die besten Voraussetzungen auf dem globalisierten Arbeitsmarkt. Für die Betriebe wie für die Lernenden.

Videobeispiele

Bild eines Radios auf grünem Hintergrund