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Frisch gewagt ist halb gewonnen


Die neueste Befragung der Sprachassistenzlehrpersonen zeigt eine grosse Zufriedenheit auf. Ein paar Monate oder ein ganzes Schuljahr an einer ausländischen Gastschule die eigene Muttersprache unterrichten ist eine Erfahrung, die zur Nachahmung empfohlen wird. 

Es ist eine Erfahrung, die Mut und Durchhaltewillen erfordert. Denn es gilt, für mehrere Monate in eine fremde Lebens- und Arbeitswelt einzutauchen. „Es ist ein total anderes Leben, weit weg von der Familie, seinen Gewohnheiten und Freunden.“ Das leuchtet noch ein. Doch es harren auch unerwartete Hürden: „In Grossbritannien ein Bankkonto zu eröffnen ist sehr schwierig und bedeutet sehr viel Papierkram.“ Doch zu guter Letzt zeigt es sich deutlich: der Gewinn ist gross! „Wer die Chance bekommt, als Sprachassistentin in einem fremden Land tätig zu sein und dort auch zu leben, sollte sie absolut nutzen.“

Die befragten Sprachassistenzlehrpersonen, welche im Schuljahr 2016/17 im Ausland oder in der Schweiz ihre Muttersprache unterrichtet haben, sind sich sicher, dass das Angebot empfehlenswert ist. Nicht nur, dass sie eine andere Kultur und ein anderes Bildungssystem kennenlernen: „Der Fremdsprachenunterricht in England scheint sehr stark auf dem Auswendiglernen zu basieren.“ Es werden auch die eigenen Kenntnisse der Sprache des Gastlandes verbessert. Die Teilnehmenden sind zudem ganz generell davon überzeugt, dass die Erfahrung nützlich ist für ihr späteres Berufsleben.

Mit der jüngsten Befragung wurden erstmals auch Fragen nach dem Einsatz im Unterricht, dem Sprachniveau der Schüler/innen, beliebten Unterrichtsinhalten und Unterschieden der Schulsysteme bzw. des Unterrichts gestellt. Es fällt auf, dass Assistenzlehrpersonen an Schweizer Gastschulen öfters alleine eine ganze Klasse unterrichten als ihre Berufskolleg/innen im Ausland. Auch das Sprachenniveau ihrer Schüler/innen wird höher eingeschätzt.

Die Befragung fördert auch Kuriositäten zutage. So scheint eine Teilnehmerin Mühe gehabt zu haben, in Trogen (AR) rechtzeitig eine Unterkunft zu finden, jedoch niemand in den teuren Städten Zürich oder Zug. Die Frage, ob rechtzeitig eine Unterkunft gefunden werden kann, ist ein Thema, welche alle schon vor der Anmeldung umtreibt. Deshalb der Tipp an alle, die davon träumen, im nächsten Schuljahr in London, Wien, Marseille oder in der schottischen Pampa zu wohnen:  „Erst ein Zimmer mieten, wenn man es persönlich gesehen hat!“

Movetia wird diese und weitere Tipps auch im Juni im Rahmen des Outgoing-Seminars weitergeben. Sicher sind dann auch ein paar begeisterte Ehemalige mit von der Partie, die darauf brennen, von ihren Erfahrungen berichten zu dürfen.

Zurzeit nimmt Movetia Anmeldungen für das Schuljahr 2018/19 entgegen. Umgekehrt haben Schweizer Gastschulen die Möglichkeit, eine Assistenzlehrperson an ihrer Schule anzustellen. Unterschiedliche Sprachenniveaus in den Klassen können so einfacher ausgeglichen werden und das Sprachenlernen wird lebendiger dank der Unterstützung von Hilfslehrkräften, die der Lebenswelt der Schüler/-innen nahe stehen. Weitere Informationen finden Sie hier.