Der diesjährige Austausch über Austausch von Jugend in Aktion war ein voller Erfolg. Auf einer fiktiven Schiffsreise setzten sich die Teilnehmenden mit den Chancen und Möglichkeiten der internationalen Jugendarbeit auseinander. Zudem wurden die ersten Ergebnisse der ZHAW-Analyse zu Austausch und Mobilität vorgestellt. 

Am 13.November sind zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter von Jugendorganisationen aus dem Hafen «Heitere Fahne» in Bern zusammen in See gestochen. Das Steuer übernahm dabei das Team Jugendarbeit von Movetia. Kurs genommen wurde auf elf Inseln mit verschiedenen Diskussionsthemen, die durch verschiedene Jugendorganisationen, Jugendarbeiter/innen und Forscherinnen der ZHAW betreut waren.  Auf jeder Insel wurde ein anderes Thema lebhaft diskutiert. Ziel der interaktiven Entdeckungsreise war es, Ideen und Inspiration für die internationale Jugendarbeit zu erhalten und Lösungsansätze für Herausforderungen zu diskutieren.

Drei der elf Inseln stellten die ersten Zwischenergebnisse der Analyse der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) über Austausch und Mobilität vor:  

  • Insel 1: Auf der ersten ZHAW-Insel wurde diskutiert, ob durch gemischte Projekte (z.B. ausserschulischer Austausch, der im Rahmen der Schule oder der Lehre vorbereitet wird) mehr Jugendlichen Zugang zu Austausch- und Mobilitätsprojekten ermöglicht würde.
  • Insel 2: An dieser Station haben sich die Diskutierenden über die Klarheit der Rollen und Aufgaben von Movetia ausgetauscht. Es wurde die Erwartung an Movetia gestellt, sich in gewissen Bereichen klarer zu positionieren.
  • Insel 3: Die letzte Insel der ZHAW hat sich mit der Vision des Bundes bezüglich der Bedeutung von interkulturellem Austausch in der ausserschulischen Jugendarbeit beschäftigt. Es sei politisch und gesellschaftlich noch zu wenig anerkannt und gefördert. Entsprechend fehlen – gerade in der lokalen Jugendarbeit – häufig die nötigen Ressourcen. Es wurde der Wunsch geäussert, dass interkultureller Austausch als Zielvereinbarung in den Gemeinden verankert wird.

Movetia sieht die vorläufigen, sehr aufschlussreichen Resultate als Chance, sich stetig weiterzuentwickeln und so die Möglichkeiten für Austausch- und Mobilitätsprojekte in der Jugendarbeit zu verbessern. «Die ZHAW-Analyse werden wir weiter beobachten und mit diesen ersten Ergebnissen Massnahmen und Handlungsprioritäten definieren können. Dies ist eine gute Nachricht für die Zukunft der Jugendarbeit und für die Umsetzung der Strategie zu Austausch und Mobilität von Bund und Kantonen», so Christophe Bettin, Bereichsleiter Berufsbildung und Jugendarbeit bei Movetia.

Auf den anderen acht Inseln wurden unterschiedliche Themen besprochen: Beispielsweise  Austausch und Mobilität in der lokalen Jugendarbeit, Einblicke in die Austauschprojekte der Offenen Kinder- und Jugendarbeit Moutier, NOW  und des Cevi Zürich, die Vorstellung des Professional Open Youth Work in Europe (POYWE), die Einführung in die bestehenden Möglichkeiten mit Eurodesk Schweiz und Movetia und die Vorstellung der europäischen Weiterbildungsangebote.

Die Veranstaltung endete mit artistischen Darbietungen von zwei Jugendlichen, die an der von Movetia unterstützten internationalen Jugendbegegnung «Axé Cirque» des Vereins PlayTime teilgenommen hatten.