Eine externe Analyse hat die Grundlagen der Mobilität in der ausserschulischen Jugendarbeit durchleuchtet - mit spannenden Ergebnissen. Ziel ist, neue Stakeholder und Partner zu gewinnen, das Angebot zu erweitern und die Austauschaktivitäten zu erhöhen.


Ausgangslage der Grundlagenanalyse ist die Vision von Bund und Kantonen, dass alle jungen Menschen an einer länger dauernden Austausch- und Mobilitätsaktivität teilnehmen. Doch wie lässt sich diese Vision in Zukunft in die Tat umsetzen? Welche Best Practice auf Ebene der EU sowie in Deutschland und Frankreich lassen sich auf die Schweiz übertragen? Wie können Stakeholder und Teilnehmende dazugewonnen und das Programmspektrum erweitert werden und welche Hindernisse und Herausforderungen sind dabei zu beachten? Die Zürcher Fachhochschule für angewandte Wissenschaften ZHAW hat sich in Zusammenarbeit mit der SUPSI aus dem Tessin und der HES-SO aus der Romandie mit diesen Fragen im Auftrag von Movetia und des Bundesamts für Sozialversicherungen BSV auseinandergesetzt.

Erfahrungen zeigen, Bekanntheit steigern

Die Analyse kommt zu vielen spannenden Ergebnissen. So fehlt es etwa an der breit abgestützten Anerkennung der Wichtigkeit von Austausch und Mobilität und der Bekanntheit der Vision des Bundes. Diese soll durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit anhand von Erfahrungsberichten und Pilotprojekten besser bekannt gemacht werden. Ausserdem mangelt es beispielsweise im Tessin und in Randregionen an Bekanntheit der Programme von Movetia und einer regionalen Vernetzung. Die Studie empfiehlt deshalb, dass Movetia Anstrengungen zur Steigerung der Bekanntheit unternehmen soll. Positiv hervorgehoben wurde, dass Antragsteller die Beratung und Unterstützung durch Movetia als hilfreich wahrnehmen und auch mit dem Antragsverfahren zurechtkommen. Dies zeigt, wie wichtig im Bereich der ausserschulischen Jugendarbeit der persönliche Kontakt und die individuelle Begleitung sind. Weitere Resultate finden sich in folgender Zusammenfassung der Analyse.

Basis der Analyse bildeten Interviews mit ausgewählten Stakeholdern im Bereich ausserschulische Jugendarbeit oder Mobilität in den drei Sprachregionen, mit Jugendlichen und mit Projektträger/innen. Daneben flossen auch zahlreiche Inputs der letztjährigen Jahresveranstaltung „Austausch über Austausch“ in die Analyse mit ein. Einblick in diese Veranstaltung und die Entstehung der Grundlagenanaylse gibt eine Reportage des jungen Filmteams YouReport aus Köniz.

In einem zweiten Schritt erarbeitet das Team Jugendarbeit von Movetia nun in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) konkrete Massnahmen und Handlungsprioritäten mit dem Ziel, neue Stakeholder und Partner zu gewinnen und die Austauschaktivitäten zu erhöhen.