Donnerstag, 23.09.2021

Officiellement non-formel – der Name ist Programm! Movetia, der Dachverband Schweizerische Jugendparlamente (DSJ) und die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) lassen Sie an der diesjährigen Jahresveranstaltung Jugend in Aktion in die Welt des non-formalen Lernens eintauchen. Das gemeinsame Kennenlernen und Erleben neuer Ansätze und Methoden steht im Zentrum des ganztägigen Anlasses am 23. September 2021 in Solothurn.


Non-formales Lernen erwartet die Teilnehmenden – also keine langen Vorträge, sondern aktives Mitgestalten und Mitdiskutieren. Was bedeutet non-formales Lernen für mich? Was hat non-formales Lernen mit Partizipation zu tun? Wie kann ich non-formales Lernen in meinem Alltag umsetzen? Wie können wir die Resultate von non-formalem Lernen messen? Diesen Fragen widmen wir uns interaktiv und in den verschiedensten Lernumgebungen. Dazu gibt es viel Gelegenheit, voneinander zu lernen, best practices auszutauschen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Natürlich ist für Verpflegung gesorgt und mit dem Beitrag von Schauspieler Alvise Lindenberger kommt auch die Kultur nicht zu kurz.

Officiellement non-formel richtet sich an alle Aktiven in der Jugendarbeit – von freiwillig engagierten Jugendlichen bis zu erfahrenen Profis. Die Teilnahme ist gratis. Die Veranstaltung findet zweisprachig in Deutsch und Französisch statt. Ausserdem kann die Übersetzung durch Gebärdensprachdolmetscher/innen für Gehörlose und Schwerhörige ermöglicht werden. Bitte melden Sie sich dafür bei jugend@movetia.ch.

Das Coronavirus ist nach wie vor nicht bezwungen, aber in der Schweiz momentan insofern unter Kontrolle, dass wir die Veranstaltung in Präsenz vorsehen.  Die Aktivitäten werden unter gegebenen Vorsichtsmassnahmen gestaltet. Die Situation wird weiterhin beobachtet und wir werden vor der Veranstaltung über alle Vorkehrungen informieren. Sollte die physische Durchführung nicht möglich sein, wird ein Alternativprogramm online angeboten.

Die Programmübersicht und Informationen zu den einzelnen Workshops sind bereits zusammengestellt – da ist für alle etwas dabei! Bei der Anmeldung können Sie Ihre Prioritäten für die Workshops angeben, deren Beschreibung Sie in der rechten Spalte finden. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung!

Wann: Donnerstag, 23.09.2021
Wo: Landhaus, Landhausquai 4, 4500 Solothurn
Anmeldefrist: 03. September 2021

Programm

ab 10:00 Anmeldung und Willkommenskaffee
10:30  Eintauchen ins Thema im Plenum   
11:30

Workshops (1. Rund)
Wahl aus sechs Workshops

Methoden des non-formalen Lernens:
- Non-formale Bildung für alle, statt für wenige: Erfahrungen und Methoden aus Europa
- Ist hybrides Lernen Hybris? Neue Formate des non-formalen Lernens

Validierung von non-formalem Lernen:
- Runder Tisch zur Anerkennung der Schlüsselkompetenzen
- Rollenspiel – Bewerbung mit dem Dossier Freiwillig engagiert

Partizipative Strukturen im non-formalen Lernen:
- Fight the pineapple
- Fallstudien – nimm die Herausforderung an!

12:30 Mittagspause mit Sandwiches, Suppe, Salat (vegetarisch)
13:30 Best practice Methodenmarkt
Die Teilnehmenden können aus acht non-formalen Methoden drei auswählen und in kurzen interaktiven Präsentationen von jeweils 15 Minuten entdecken, aus allen Methoden entsteht ein Toolkit für die Teilnehmenden.
15:00

Workshops (2. Runde)
Wahl aus 6 Workshops

16:00 Sammeln des Gelernten, Evaluationsparcours, Abschluss
17:00 Kulturbeitrag mit Alvise Lindenberger und Apéro (vegetarisch)

Workshopbeschreibungen

Workshop 1: Non-formale Bildung für alle, statt für wenige: Erfahrungen und Methoden aus Europa
Leitung: SALTO Youth Inclusion & Diversity
Sprache: Englisch
Inhalt: Non-formale Lernerlebnisse sind meist zugänglicher und niederschwelliger als andere Angebote. Die non-formale Bildung leistet entsprechend einen grossen Beitrag zu einer inklusiven Gesellschaft. Das SALTO Youth Zentrum in Brüssel ist das europaweite Kompetenzzentrum für Inklusion und Diversität in internationalen Jugendprojekten. SALTO kommt für uns nach Solothurn und bringt Erfahrungen und Methoden aus ganz Europa mit.

Workshop 2: Ist hybrides Lernen Hybris? Neue Formate des non-formalen Lernens
Leitung: oikos international und oikos St. Gallen
Sprache: Englisch
Inhalt: Während der letzten zwei Jahre haben wir uns alle damit beschäftigt, inwiefern ausserschulische Projekte und Angebote der Jugendarbeit in neuartigen Formaten, wie zum Beispiel online oder hybrid (gemischt online und in Person) stattfinden können. Die Studierendenorganisation oikos hat sich nicht nur intensiv damit auseinandergesetzt, sondern sehr erfolgreich hybride Lernformate umgesetzt.

Workshop 3: Runder Tisch zur Anerkennung der Schlüsselkompetenzen in der Berufswelt
Leitung: Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV)
Sprache: Deutsch
Inhalt: Was hat Freiwilligenarbeit mit der Berufswelt zu tun? Wie kann Freiwilligenarbeit am Besten in der Berufswelt anerkennt werden? Welche Rolle spielt Freiwilligenarbeit für das Leben und die Entwicklung von Jugendlichen? Das Projektteam «Schlüsselkompetenzen» der SAJV bringt relevante Akteur*innen zusammen mit den Teilnehmenden, um diesen Fragen nachzugehen.

Workshop 4: Rollenspiel “Bewerbungsgespräch mit dem Dossier Freiwillig engagiert”
Leitung: Romain Fardel, Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände
Sprache: Französisch am Vormittag, Deutsch am Nachmittag
Inhalt: Die Teilnehmenden nehmen Rollen als junge Freiwillige, Jugendorganisationen und Arbeitgebende ein. Das Ziel ist es, sich in einem Bewerbungsgespräch vorzustellen. Die Freiwilligen müssen ihr Bewerbungsdossier verteidigen und die Vorteile ihres „Dossiers Freiwillig engagiert“ erläutern. Die Jugendorganisation kann intervenieren, um die Freiwilligen zu unterstützen. Sind die Arbeitgebenden bereit, auf die Argumente der Freiwilligen einzugehen?

Workshop 5: Fight the pineapple!
Leitung: Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) und Dachverband Schweizer Jugendparlamente (DSJ)
Sprache: Französisch und Deutsch zweisprachig
Inhalt: Im Workshop bauen die Teilnehmenden eine partizipative Struktur auf, um ein grosses soziales Problem anzugehen. Um dies zu tun, bilden sie Gruppen und übernehmen Rollen – die gefundenen Lösungen werden im Plenum verglichen und diskutiert.

Workshop 6: Étude de cas – relève des défis !
Leitung: Conseil des Jeunes d’Ecublens, Freiwillige der Jugendsession und tbd.
Sprache: Französisch und Deutsch zweisprachig
Inhalt: Anhand konkreter Beispiele und Erfahrungen suchen die Teilnehmenden in der Gruppe nach tragfähigen Lösungen für Herausforderungen, die in einer partizipativen Struktur auftreten können. Im Mittelpunkt des Workshops steht der direkte Austausch zwischen den Vertreter/innen der vorgestellten Fälle und den Teilnehmenden.