Bern, 14.12.2018 - An seiner Sitzung vom 14. Dezember 2018 hat der Bundesrat den Bericht «Der schulische Austausch in der Schweiz» verabschiedet. Dieser stellt die Tätigkeiten des Bundes und der Kantone zur Förderung von Austausch und Mobilität in der Schweiz zusammen. Der Bundesrat beabsichtigt in Zukunft diese Austauschaktivitäten zu fördern und ein Programm für den Austausch von Lehrpersonen einzurichten.

Schulischer Austausch und Mobilität sind ein wichtiger Bestandteil des Bildungsweges der jungen Menschen in der Schweiz. Aktuell nehmen lediglich 2 Prozent von ihnen mindestens einmal während ihrer schulischen Laufbahn an einem Austauschprojekt teil. Der Bundesrat beabsichtigt, solche Austauschaktivitäten in den kommenden Jahren zu fördern und ein Programm für die Lehrpersonen entwickeln zu lassen. Der Bundesrat beabsichtigt, diese Ziele in der Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2021-2024 festzulegen.

In seinem Bericht in Beantwortung des Postulats «Konzept für Sprachaufenthalte» der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK-N) bezieht sich der Bundesrat ausserdem auf die aktuelle Situation von Austausch und Mobilität in der Schweiz sowie auf die in den letzten Jahren durch Bund und Kantone umgesetzten Massnahmen. Dazu zählen insbesondere die im Jahr 2016 erfolgte Einrichtung der Schweizerischen Stiftung für die Förderung von Austausch und Mobilität (SFAM) und ihrer Agentur Movetia sowie die Annahme der Strategie «Austausch und Mobilität» von 2017.

Austausch und Mobilität leisten einen grundlegenden Beitrag zur Verständigung der sprachlichen und kulturellen Gemeinschaften. Sie ermöglichen jungen Menschen, sich mit der kulturellen Vielfalt der Schweiz vertraut zu machen, ihre Sprachkenntnisse, ihre Sozialkompetenzen und nicht zuletzt ihre beruflichen Perspektiven zu verbessern.