1. März 2017

In den Schulkreisen Wien, Berlin und Bern wird Kulturelle Bildung auf unterschiedliche Weise in den obligatorischen Unterricht integriert. Um von der jeweiligen Erfahrung zu lernen, wurde die Strategische Regio-Partnerschaft „Schule INKLUSIVE Kulturelle Bildung“ ins Leben gerufen.

In den Schulkreisen Wien, Berlin und Bern wird Kulturelle Bildung auf unterschiedliche Weise in den obligatorischen Unterricht integriert. Um von der jeweiligen Erfahrung zu lernen, wurde die Strategische Regio-Partnerschaft „Schule INKLUSIVE Kulturelle Bildung“ ins Leben gerufen.

Über eine Laufzeit von zwei Jahren, kommen in den drei am Projekt beteiligten Regionen Lehrpersonen, Kulturvermittelnde und Mitglieder von Schulbehörden für jeweils einwöchige Treffen zusammen. Zu diesem Anlass war in der zweiten Novemberwoche 2016 eine Delegation aus Wien und Berlin in Burgdorf zu Gast. Die 29 Gäste erwartete ein abwechslungsreiches Programm bestehend aus Unterrichtsbesuchen, Arbeitsblöcken zum Austausch über die Organisation der Kulturvermittlung und Besuchen bei Kulturinstitutionen.

„Das Kultur-Angebot muss sexy sein!“, meinte Carolin Fedier von der Erziehungsdirektion Bern im Rahmen ihrer Präsentation zur Berner Kulturvermittlungspraxis. Gespannt hörte sich die Steuergruppe, bestehend aus Mitgliedern von Schulbehörden, an, wie Kulturelle Bildung in den drei Regionen politisch und strukturell verankert ist. Zur selben Zeit beobachteten die im Projekt involvierten Lehrpersonen und Kulturvermittelnden bei Unterrichtsbesuchen, wie das Angebot der Erziehungsdirektion Bern genutzt wird und damit erfolgreich zur Förderung von Kultureller Bildung im Kanton beiträgt.

Das Partnertreffen wurde bewusst auf die Woche gelegt, in der die drei am Projekt beteiligten Schulen aus der Umgebung Burgdorf eine Kulturwoche geplant hatten. Künstlerinnen und Künstler holten die Kinder und Jugendlichen raus aus ihrem ordinären Schulalltag und brachten ihnen Breakdance oder Beatboxen bei, boten ihnen einen interaktiven Zugang zur Schweizer Geschichte oder führten in die Kunst des Comiczeichnens ein. An Vielfalt mangelte es in der Projektwoche nicht. Im Gegenteil: Die Teilnahme am Projekt ermöglichte das breite kulturelle Angebot im Kanton besser kennen zu lernen und ein Bewusstsein für den Mehrwert Kultureller Bildung zu entwickeln, bilanziert Barbara Stalder, Oberstufenlehrerin und gleichzeitig Teilnehmerin an der Regio-Partnerschaft.

Nach diesem dritten Treffen werden die Ergebnisse aus den Unterrichtsbesuchen und Steuergruppentreffen in einem Praxisleitfaden festgehalten. Damit soll bis Projektende ein Instrument vorliegen, das Lehrpersonen Unterstützung in der Organisation eigener Projekte bietet und sie dazu motiviert, die Kultur ins Klassenzimmer zu holen.

Movetia unterstützt im Rahmen der Übergangslösung für Erasmus+ die Schweizer Teilnahme an Strategischen Partnerschaften. Voraussetzung ist eine vom EU-Bildungsprogramm Erasmus+ geförderte Partnerschaft. Damit wird ein Beitrag zur Weiterentwicklung des Schweizer Bildungssystems geleistet.

Für weitere Informationen und Beratungen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. 
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