Die weltweiten Intensivprogramme (IP) sind Kurzlehrgänge, die von mindestens zwei Einrichtungen gemeinsam organisiert werden. Studierende und Dozierende an Schweizer Hochschulen und Höheren Fachschulen erproben im Kurzaustausch ausserhalb Europas innovative, multidisziplinäre Lernangebote.

Über Intensivprogramme (IP) können sich Schweizer Hochschulen und Höhere Fachschulen weltweit vernetzen, erste Kooperations- sowie Mobilitätserfahrungen mit neuen Partnern erproben und bestehende Partnerschaften stärken und weiterentwickeln. Aus erfolgreichen Kurzlehrgängen sollen langfristige innovative Partnerschaften zwischen Institutionen und ein Rahmen für längere Studierendenmobilitäten entstehen.

Im Vordergrund der IP steht die Zusammenarbeit in internationalen Gruppen. Dabei profitieren Studierende, Dozierende und das Hochschulpersonal von besonderen Lern- und Lehrbedingungen, die eine Institution alleine nicht bieten kann. Die teilnehmenden Personen beleuchten das bearbeitete Thema unter neuen Blickwinkeln. Dozierende erhalten die Möglichkeit, Erfahrungen über Lehrinhalte und neue Curriculum-Ansätze auszutauschen und neue Lehrmethoden in einer internationalen Klasse zu testen.

Welche Kriterien muss ein Projekt erfüllen?

Das Projekt soll einen Mehrwert für die eigene Institution sowie für das Schweizer Bildungssystem generieren und der Internationalisierungsstrategie der teilnehmenden Institutionen entsprechen. Das beantragte Intensivprogramm soll inhaltlich innovativ und ausgewogen sein, beispielsweise hinsichtlich Lernangebot oder Methodik, Zugang zu Informationen, Kompetenzentwicklung oder Interdisziplinarität. Der geplante Durchführungsort des IP liegt in der Schweiz oder in einem Land, das am IP teilnimmt.

Wer kann teilnehmen?

Intensivprogramme werden zwischen einer Schweizer Hochschule oder einer Höheren Fachschule und mindestens einer aussereuropäischen Institution oder Organisation  durchgeführt. Das Hochschulkonsortium definiert die Teilnahmemöglichkeiten für Dozierende und Studierende (Anforderungen, Bewerbung, Fristen) und ist für die Auswahl der Teilnehmenden zuständig.

Was bietet Movetia?

  • Finanzielle Förderung: Projekte können mit einem Förderbeitrag von maximal 50‘000 CHF und 60 Prozent der gesamten Kosten unterstützt werden. Das beantragte Projekt darf nicht bereits mit Erasmus+-Fördermittel finanziert werden.
  • Beratung: Movetia bietet Beratung und begleitet Antragstellende. Zudem koordiniert sie das Antragsverfahren und ist für die Evaluation zuständig. 

Was gilt es bei der Verbreitung der Projektresultate zu beachten?

Die Resultate und Produkte der geförderten Projekte sollen möglichst breit geteilt und für andere Akteure des Bildungssystems zur Verfügung gestellt werden – Sie haben mit dem Antrag ein Disseminationskonzept dafür erarbeitet. Bei Veröffentlichungen und Berichterstattungen im Zusammenhang mit dem Projekt ist auf die Förderung von Movetia hinzuweisen. Movetia will damit die Sichtbarkeit von Austausch und Mobilität sowie der Förderprogramme gewährleisten. Gerne verbreitet Movetia ihre Informationen weiter (Website, Social Media).

Movetia-Logo, Textbausteine und unsere Social-Media-Angaben finden Sie auf der Seite „Über Projekte berichten“.

Antragsfrist

Einreichen Projektskizze: 31 Januar 2020
Einreichen Antrag nach Qualifizierungsentscheid: 31 Mai 2020

Kontakt

E-Mail
+41 32 462 00 50

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