Das Schweizer Programm zu Erasmus+ ist das Programm für Bildung, Jugend und Sport der Schweiz, welches das Erasmus+ Programm der Europäischen Union ergänzt. Das Schweizer Programm wird auch 2021 umgesetzt. Es unterstützt die Zusammenarbeit der Schweiz mit den Erasmus+ Ländern und dem Vereinigten Königreich (UK).

Schweizer Programm zu Erasmus+

Erasmus+ ist das Programm für Bildung, Jugend und Sport der Europäischen Union und gehört weltweit zu den grössten Förderinstrumenten für Auslandsaufenthalte und institutionelle Zusammenarbeit. Eine neue Programmgeneration wird von 2021-2027 umgesetzt. Was 1987 als Mobilitätsprogramm für Studierende begann, hat bis heute das Leben von mehr als zehn Millionen Teilnehmerinnen und Teilnehmern bereichert und das Leben zahlreicher weiterer Personen indirekt beeinflusst. Austausch, Mobilität und Kooperation ermöglichen prägende Erfahrungen.

Die Schweiz ist seit 2014 nicht mehr Programmland von Erasmus+, sondern ein Partnerland. Damit Schweizer Institutionen weiterhin mit den Programmländern von Erasmus+ zusammenarbeiten können, hat der Bundesrat eine mit Schweizer Geldern finanzierte Lösung verabschiedet. Mit diesem Schweizer Programm zu Erasmus+ wird die Teilnahme von Personen und Institutionen aus der Schweiz gefördert. Um die Gegenseitigkeit zu gewähren, wird auch der Aufenthalt von Personen aus Erasmus+-Ländern in der Schweiz finanziell unterstützt (incoming).

Wie Erasmus+ vermittelt auch das Schweizer Programm zu Erasmus+ den Teilnehmenden Kompetenzen, die sie für ein unabhängiges und erfülltes Leben benötigen, unterstützt sie dabei, ihren Platz in unseren Gesellschaften zu finden und ein Gefühl für eine europäische Identität zu entwickeln, die unsere nationale, regionale und lokale Identität ergänzt. Die internationalen Erfahrungen der Teilnehmenden und die institutionelle Zusammenarbeit haben aber auch Vorteile für den Bildungsstandort und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz.

Bildungsstufen

ERASMUS, das oft als «Austauschprogramm für Studierende» bezeichnet wird, beschränkte sich in seinen Anfängen tatsächlich ausschliesslich auf Studierende an Hochschulen. Heute ist das anders: Seit 2014 umfasst Erasmus+ Angebote für die Bildungsstufen Schulbildung (inkl. Vorschule, obligatorische Schule, allgemeinbildende Sekundarschulen II), Berufsbildung, Tertiärstufe und Erwachsenenbildung sowie für die ausserschulische Jugendarbeit. Das gleiche gilt für das Schweizer Programm zu Erasmus+ (ausser frühkindliche Bildung).

Mobilitäten und Kooperationen

Das Schweizer Programm zu Erasmus+ fördert primär Mobilitätsprojekte. Ergänzend wird auch institutionelle Zusammenarbeit im Rahmen von Erasmus+ Kooperationsprojekten unterstützt.

Bei der Förderung der Lernmobilität werden Studienaufenthalte, Lehrtätigkeit, Praktika und Arbeitserfahrungen, Freiwilligentätigkeiten oder Gruppen- und Einzelaustausch für Jugendliche in europäischen Ländern und – bei der Jugend und in der Hochschulbildung – in weiteren Ländern unterstützt.

Detailinformationen zu den Teilnahmebedingungen für Lernmobilitäten sind über die Linkliste abrufbar.

Die Kooperationen fokussieren auf institutionelle Partnerschaften und fördern die internationale Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen, Behörden, Sozialpartnern oder Jugendorganisationen in Europa. Schweizer Institutionen können 2021 voraussichtlich weiterhin an gewissen Erasmus+ Kooperationsprojekten teilnehmen, aber keine solchen leiten. Ergänzende Informationen sind über die Linkliste abrufbar.

Über 30 europäische Länder

An Erasmus+ 2021-2027 beteiligen sich über 30 Länder: Alle 27 EU-Mitgliedstaaten sowie voraussichtlich die EFTA-Staaten Norwegen, Island und Liechtenstein und die drei offiziellen EU-Beitrittskandidaten Türkei, Nordmazedonien und Serbien. Weitere Drittstaaten können sich ebenfalls am EU-Programm assoziieren, um umfassend an Erasmus+ teilzunehmen.

Die Schweiz ist seit 2014 nicht mehr Erasmus+-Programmland, sondern ein Partnerland. Der Schweizer Bundesrat prüft momentan eine Assoziierung. 

Das Schweizer Programm zu Erasmus+ unterstützt 2021 nicht nur die Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Erasmus+ Ländern, sondern auch mit dem Vereinigten Königreich (UK).

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