79 junge Lehrpersonen aus verschiedenen Ländern arbeiten seit Schulbeginn an Gastschulen in der Schweiz und Liechtenstein. Sie tragen einen Hauch der Kultur ihres Herkunftslandes und ihre Muttersprache direkt ins Klassenzimmer. Corona zum Trotz erfreut sich das Angebot zunehmender Beliebtheit. 


Insgesamt sind im neuen Schuljahr 79 Sprachassistenzlehrpersonen an Schulen in der Schweiz und in Liechtenstein tätig. Die stetig zunehmende Nachfrage hat erstmals zu Anstellungen in den Kantonen Neuenburg, Nidwalden, Thurgau und Waadt geführt. Auch in bereits bisher teilnehmenden Kantonen sind neue Gastschulen mit ins Boot gestiegen. 

Die Vorteile für die Lehrpersonen und Schulleitungen der Gastschulen sind vielfältig. Die Hilfslehrkräfte - mit Muttersprache Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch oder Spanisch - erleichtern beispielsweise den Unterricht in Halbklassen oder Gruppen. Sie helfen, unterschiedliche Lernniveaus der Schülerinnen und Schüler auszugleichen und bauen Brücken zur Lebenswelt der Jugendlichen. Die gezielte Förderung von Lernenden dürfte gerade nach der Homeschooling-Zeit noch wichtiger werden als bisher.

Aufgrund der Corona-Epidemie haben viele Schulen Verlängerungsanträge eingereicht und ihre bisherigen, bereits Corona-erprobten Sprachassistenzlehrpersonen, behalten. Die freien Stellen wurden mit 47 neu vermittelten Sprachassistenzlehrpersonen besetzt.

Anlässlich eines von Movetia organisierten Seminars vom 27. August haben die neuen Sprachassistentinnen und –assistenten eine Einführung in ihr Aufgabengebiet bekommen. Besonders eindrücklich und hilfreich waren die wertvollen Erfahrungen und Tipps von bisherigen Teilnehmenden. Ihre Begeisterung für ihre Arbeit in der Schweiz hat sich von Beginn weg übertragen. Am Nachmittag blieb Zeit für Workshops in der Sprachdidaktik. Auch wenn das diesjährige Seminar, Corona-bedingt, als Videoseminar stattgefunden hat, ist es Movetia gelungen, eine fokussierte und praxisorientierte Starthilfe zu geben.

Movetia vermittelt Sprachassistenzen jedes Jahr aufgrund der Bedarfsmeldungen von Schweizer Schulen. Die Auswahl und Zuteilung erfolgt entweder in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen im Ausland oder aufgrund von Direktrekrutierungen. Zusätzlich vermittelt Movetia auch Schweizer Sprachassistentinnen und –assistenten in verschiedene europäische Länder. Die nächste Ausschreibung erfolgt Ende Jahr.

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