Erasmus+ stellt sowohl für die Hochschulen als auch für die Berufs- und die Schulbildung eine Chance dar. In drei Cahiers zieht Movetia nun Bilanz und zeigt die Perspektiven für jeden dieser Bereiche auf.


Movetia publiziert drei Cahiers – je eines für die Bereiche Schulbildung, Berufsbildung und Tertiärstufe –, in denen das Programm Erasmus+ vorgestellt und die der Schweiz offenstehenden Möglichkeiten im Rahmen der entsprechenden Lösung seit 2014 dargelegt werden. Es handelt sich um eine Bestandsaufnahme der internationalen Mobilitäten und Kooperationen, die auch das Potenzial einer Schweizer Teilnahme als voll assoziiertes Mitglied bei der nächsten Generation der europäischen Programme zu Erasmus+ 2021 bis 2027 aufzeigt.

Das Schweizer Programm zu Erasmus+ wurde notfallmässig für die Jahre 2014 bis 2020 konzipiert, um den Schweizer Bildungsakteuren Finanzierungsinstrumente für die Förderung von individuellen Lernmobilitäten und von Kooperationen zur Verfügung zu stellen. Die Schweizer Lösung basiert auf dem Programm der Europäischen Union (EU), bietet aber keinen Zugang zu allen Formen der internationalen Zusammenarbeit.

Der Bundesrat wird die Möglichkeit einer Assoziierung zum Nachfolgeprogramm von Erasmus+ ab 2021 prüfen, sobald die Richtlinien und das Budget der neuen Generation des Programms von 2021 bis 2027 von der EU bestimmt und publiziert worden sind.

Das europäische Bildungsprogramm Erasmus+

Bei Erasmus+ handelt es sich um ein Programm der EU für die Bildung sowie für Jugend und Sport für den Zeitraum von 2014 bis 2020. Daran teilnehmen können die Mitgliedstaaten der EU sowie die Nichtmitgliedstaaten, die den Status als assoziiertes Vollmitglied haben unter der Voraussetzung, dass sie einen mit der Europäischen Kommission vereinbarten finanziellen Beitrag leisten. Die folgenden Nichtmitgliedstaaten der EU nehmen aktuell am Programm Erasmus+ teil: Island, Liechtenstein, Nordmazedonien, Norwegen, Serbien, die Türkei und das Vereinigte Königreich. Die Schweiz ist kein Programmland von Erasmus+. Durch den Status als Drittland hat sie nur einen teilweisen Zugang zu den Aktivitäten des europäischen Programms.