Kooperationspartnerschaften sind ein Projektformat von Erasmus+. Sie ermöglichen Institutionen der Schulbildung, Berufsbildung, Tertiärbildung, Erwachsenenbildung und der ausserschulischen Jugendarbeit die Kooperation mit Partnerinstitutionen aus Europa. In internationalen Netzwerken werden Wissen und Erfahrungen ausgetauscht sowie innovative Ansätze in der Bildung erarbeitet. Davon profitiert die Bildungslandschaft Schweiz.

Wie lange dauert eine Kooperationspartnerschaft?

Projekte können zwischen mindestens 12 und maximal 36 Monate dauern, je nach Zielsetzungen des Projektes und den geplanten Aktivitäten. Die gilt für alle Bildungsbereiche sowie die ausserschulische Jugendarbeit.

Wer kann teilnehmen?

An Kooperationspartnerschaften können sich Bildungsinstitutionen, gemeinnützige Organisationen/NGOs, Verbände, öffentliche Stellen oder kulturelle Einrichtungen beteiligen.

Generell zielen Kooperationspartnerschaften auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Institutionen der Erasmus+ Programmländer ab. Eine Kooperationspartnerschaft muss mindestens drei Organisationen aus drei Erasmus+ Programmländern umfassen.

Eine Schweizer Projektleitung ist ausgeschlossen. In der Schweiz ansässige Institutionen haben aber zwei Möglichkeiten, sich im Partnerstatus zu beteiligen: entweder als offizielle Partner, sofern ihre Teilnahme einen deutlichen Mehrwert für das Projekt darstellt, oder als assoziierte Partner. Siehe „Antrag stellen“ in der rechten Spalte.

Wie werden Schweizer Institutionen finanziell unterstützt?

Schweizer Institutionen, die sich als offizielle Partner (full partner) beteiligen, werden über das Erasmus+ Projekt finanziert. Schweizer Institutionen, die sich als assoziierte Partner an einem Erasmus+-Projekt beteiligen, können Mittel vom Schweizer Programm zu Erasmus+ beantragen. Die Förderung basiert grösstenteils auf Pauschalen für festgelegte Budgetposten. Die genauen Angaben finden Sie in der Zuschussübersicht.

Was sind die Unterschiede zu den ehemaligen Strategischen Partnerschaften auf europäischer Ebene?

Neu bei den Kooperationspartnerschaften ist 2021:

  • Angleichung des Förderinstruments über alle Bereiche, z.B. Projektdauer;
  • Neue horizontale Prioritäten (Inklusion und Diversität; Umwelt und Engagement gegen den Klimawandel; Digital Transformation; Gemeinsame Werte, bürgerschaftliches Engagement und Partizipation);
  • Verstärkter Fokus auf transdisziplinäre Zusammenarbeit und den Einbezug von Institutionen, die noch keine Erfahrung mit dem Instrument haben;
  • Zusätzliche Mittel, um Projekte inklusiver zu gestalten, umweltfreundlicheres Reisen standardisiert zu fördern und virtuelle Veranstaltungen zu unterstützen;
  • Neu fördern die Erasmus+ Nationalagenturen Projekte von 100‘000-400‘000 EUR (anstatt wie bisher bis 450‘000 EUR) und ohne monatliches Limit. Anträge von europäischen Nichtregierungsorganisationen werden neu zentral verwaltet. Dafür werden die Kooperationspartnerschaften durch das Format „Kleinere Partnerschaften“ ergänzt (6-24 Monate und 30‘000 oder 60'000 EUR). Eine Mitwirkung in „Kleineren Partnerschaften“ ist der Schweiz als nicht-assoziiertem Drittstaat nicht möglich.

Vorbereitende Besuche

Vorbereitende Besuche ermöglichen Dozierenden und Verwaltungspersonal von Institutionen der Tertiärstufe Kooperationsprojekte vorzubereiten. Die Unterstützung kann genutzt werden, um zukünftige Partnerorganisationen vor Projekteingabe zu besuchen, Kontakte für gemeinsame Projekte zu knüpfen und Projekte mit Partnern in die Wege zu leiten. Weitere Informationen erhalten Sie hier.
Drei Personen beugen sich über einen Tisch und arbeiten an einem gemeinsamen Projekt.

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