Das Schweizer Programm zu Erasmus+ ist das Programm für Bildung, Jugend und Sport der Europäischen Union und der Schweiz und gehört weltweit zu den grössten Förderinstrumenten für Auslandsaufenthalte und institutionelle Zusammenarbeit.

Schweizer Programm zu Erasmus+

Erasmus+ ist das Programm für Bildung, Jugend und Sport der Europäischen Union und gehört weltweit zu den grössten Förderinstrumenten für Auslandsaufenthalte und institutionelle Zusammenarbeit. Was 1987 als Mobilitätsprogramm für Studierende begann, hat bis heute das Leben von mehr als fünf Millionen Teilnehmerinnen und Teilnehmern bereichert und das Leben zahlreicher weiterer Personen indirekt beeinflusst. Austausch, Mobilität und Kooperation ermöglichen prägende Erfahrungen. Erasmus+ vermittelt den Teilnehmenden Kompetenzen, die sie für ein unabhängiges und erfülltes Leben benötigen, unterstützt sie dabei, ihren Platz in unseren Gesellschaften zu finden und ein Gefühl für eine europäische Identität zu entwickeln, die unsere nationale, regionale und lokale Identität ergänzt. Die internationalen Erfahrungen der Teilnehmenden und die institutionelle Zusammenarbeit haben aber auch Vorteile für den Bildungsstandort und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz.

Die Schweiz ist seit 2014 nicht mehr Programmland von Erasmus+, sondern ein Partnerland. Damit die Schweizer Institutionen weiterhin an Kooperations- und Mobilitätsaktivitäten mit den Programmländern von Erasmus+ teilnehmen können, hat der Bundesrat eine mit Schweizer Geldern finanzierte Übergangslösung verabschiedet. Mit diesem Schweizer Programm zu Erasmus+ wird die Teilnahme von Personen und Institutionen aus der Schweiz gefördert (outgoing). Um die Gegenseitigkeit zu gewähren, wird auch der Aufenthalt von Personen und Institutionen aus Europa in der Schweiz finanziell unterstützt (incoming).

Bildungsstufen

ERASMUS, das oft als «Austauschprogramm für Studierende» bezeichnet wird, beschränkte sich in seinen Anfängen tatsächlich ausschliesslich auf Studierende an Hochschulen. Heute ist das anders: Seit 2014 umfasst die neue Programmgeneration Erasmus+ Angebote für die Bildungsstufen obligatorische Schule, Berufsbildung, Tertiärstufe und Erwachsenenbildung sowie für den ausserschulischen Bereich. 

Mobilitäten und Kooperationen

Das Programm Erasmus+ umfasst Mobilitäts- und Kooperationsprojekte für alle Bildungsstufen und die ausserschulische Jugendarbeit.

Bei der Förderung der Lernmobilität werden Studienaufenthalte, Lehrtätigkeit, Praktika und Arbeitserfahrungen, Freiwilligentätigkeiten oder Gruppenaustausch für Jugendliche in europäischen Ländern und teilweise in angrenzenden Regionen unterstützt.

Die Kooperationen fokussieren sich auf strategische Partnerschaften und fördern die internationale Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen, Behörden, Sozialpartnern oder Jugendorganisationen in Europa.

Detailinformationen zu den Teilnahmebedingungen sind über die Linkliste abrufbar

34 europäische Staaten dabei

An Erasmus+ beteiligen sich zurzeit 34 Programmländer: Alle 27 EU-Mitgliedstaaten, Grossbritannien, die EFTA-Staaten Norwegen, Island und Liechtenstein sowie die drei offiziellen Beitrittskandidaten Türkei, Nordmazedonien und Serbien.

Die Schweiz ist seit 2014 nicht mehr ein Programmland, sondern als Partnerland eingestuft.

Das könnte Sie auch interessieren

SVEB erzählt über Mehrwert und Erfahrungen in einem europäischen Kooperationsprojekt in der Erwachsenenbildung

Kooperationsprojekte leisten einen Beitrag zur gemeinsamen Lösungssuche angesichts globaler Herausforderungen Ein vielversprechendes Projekt des SVEBs (Schweizerischer Verband für Weiterbildung) sticht hier heraus: «DIDO - Reduzierung des Ausbildungsabbruchs in der Nachholbildung (2017-2020)». Die Projektleiterin Martina Fleischli spricht über ihre Erfahrungen sowie die Vorteile der internationalen Kooperation.

Die Schweiz bringt ihr Wissen an der EAIE-Konferenz ein

Anlässlich der Konferenz der European Association for International Education (EAIE), die vom 14. bis 16. Oktober 2020 online durchgeführt wurde, hat das Team Tertiärstufe zwei Poster vorgestellt. Movetia nutzte die Gelegenheit, um die Herausforderungen für das Swiss-European Mobility Programme zu thematisieren und die…

Vernetzte Schulen – au fil du Rhin: Oberrheinischer Lehrerinnen- und Lehrertag

Auf grenzüberschreitende Austausche wollen und können wir nicht so lange warten! Wir möchten den Austausch deshalb  in nächster Zeit online weiter pflegen. Der ORLT wird dieses Jahr deshalb mit einem aktuellen, auf die Situation angepassten Programm im virtuellen Raum stattfinden am

#ErasmusDays: 15, 16, 17. Oktober 2020 zur Feier europäischer Mobilitätserfahrungen

#ErasmusDays macht Kooperations- und Mobilitätsprojekte sichtbar - aber was tun die Schweizer Bildungsakteure?