Mit diesem Projektformat von Erasmus+ werden Exzellenzprojekte europäischer Hochschulverbünde gefördert. Hochschulen in ganz Europa testen und etablieren umfassende institutionelle und transnationale Zusammenarbeit in Lehre, Forschung, Innovation und Dienstleistung. Davon profitiert der Europäische und Schweizer Hochschulraum als Ganzes.

Können Schweizer Hochschulen an Europäischen Universitäten teilnehmen?

Schweizer Hochschulen und Höhere Fachschulen können sich 2022 zum ersten Mal als «assoziierte Partnerinnen» an Europäischen Universitäten beteiligen. Der Bund unterstützt deren Teilnahmen finanziell durch das Schweizer Programm zu Erasmus+. Mehr Informationen zur Unterstützung der Schweizer Institutionen gibt es unten.

Was sind die Ziele der europäischen Initiative?

Ziel der Initiative „Europäische Universitäten“ ist, innerhalb des Europäischen Hochschulraum (EHEA) die transnationale institutionelle Zusammenarbeit in Lehre, Forschung, Innovation und Dienstleistung signifikant zu vertiefen (siehe Erasmus+ Projektaufruf). Beispielsweise werden Studiengänge geschaffen, bei denen Studierende Module an allen Mitgliedsuniversitäten der Allianz, d.h. quer durch Europa, besuchen können. Oder es werden neue Formen transnationaler Anstellungen für Lehrpersonal pilotiert. Die Europäischen Allianzen sollen dazu beitragen, die Qualität und Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Hochschulbildung zu stärken sowie europäische Werte wie Menschenwürde oder Rechtsstaatlichkeit zu pflegen.

Die Initiative stösst europaweit auf grosses politisches Interesse und ist mittlerweile eine prestigeträchtige «flagship» Initiative. Der Wettbewerb um die europäischen Mittel ist dementsprechend stark.

Welche Arten von Projekten unterstützt Erasmus+?

Der Erasmus+-Projektaufruf 2022 umfasst zwei Linien. Einerseits werden Projekte bereits existierender Allianzen unterstützt (Allianzen, die unter dem 2019er Pilotaufruf gefördert wurden, aber auch andere). Andererseits werden Projekte von Antragstellenden unterstützt, die neu eine solche umfassende transnationale Kooperation im Rahmen einer Europäischen Universität etablieren möchten.

Schweizer Institutionen können sich an Projekten beider Linien beteiligen. Existierende Allianzen können nämlich neue Hochschulen aufnehmen.

Wie lange dauert ein Erasmus+-Projekt?

Europäische Universitäten werden während 4 Jahren gefördert. Es wird jedoch erwartet, dass Allianzen ihre Zusammenarbeit auch über diesen Förderzeitraum hinaus weiterführen.

Wer kann sich an einer Europäischen Universität beteiligen?

Ein Projekt muss von mindestens drei Hochschulen aus drei verschiedenen Erasmus+ Ländern getragen werden.

Schweizer Hochschulen und Höhere Fachschulen können sich als assoziierte Partnerinstitutionen beteiligen, jedoch keine Projekte leiten.

Wie werden Schweizer Institutionen unterstützt?

Der Bund stellt für Schweizer Institutionen Mittel in der Höhe von 6 Mio. Franken zur Verfügung.

Schweizer Institutionen, die sich an «Europäischen Universitäten» beteiligen, können bei Movetia Mittel vom Schweizer Programm zu Erasmus+ beantragen. Antragsberechtigt für Schweizer Mittel sind alle Schweizer Hochschulen und Höheren Fachschulen. Um erfolgreich an einem solchen Exzellenzprojekt teilzunehmen, ist es wichtig, dass die Schweizer Institution über die nötigen Kapazitäten verfügt und diese im Projekt einsetzen kann.

Wer beantragt Mittel für die Schweizer Institutionen?

Der Antrag an Movetia muss durch die (Hoch-)Schulleitung eingereicht werden.

Im EU-Antrag muss auf jeden Fall dargelegt werden, dass die Schweizer Institution im Erasmus+ Projekt mitmacht und was ihre Rolle im Projekt ist.

Schweizer Anträge, die bis zum 6.3.2022 eingereicht werden, erhalten noch vor der EU-Frist eine Rückmeldung bzgl. Schweizer Fördermittel.

Für weitere Auskünfte und für eine Beratung für den Schweizer Antrag können Sie sich per E-Mail melden.