Das Schweizer Programm zu Erasmus+ auf Tertiärstufe heisst Swiss-European Mobility Programme. SEMP bietet Schweizer Hochschulen und Höheren Fachschulen die Möglichkeit, Studierende, Dozierende und Personal für Studien-, Praktikums-, Lehr- und Weiterbildungsaufenthalte zu fördern.

Wer kann teilnehmen?

  • Studierende können einen Studienaufenthalt  an einer Partnerhochschule im Ausland von bis zu 12 Monaten pro Studienzyklus (Bachelor, Master, Doktorat) absolvieren. Die Aufenthalte werden für das Studium an der eigenen Hochschule anerkannt.
  • Studierende und Absolventen/innen können ein Praktikum  bei einem Unternehmen oder an einem anderen geeigneten Arbeitsplatz im Ausland von bis zu 12 Monaten pro Studienzyklus (Bachelor, Master, Doktorat) absolvieren.
  • Dozierende haben die Möglichkeit, bis zu 2 Monate im europäischen Ausland zu unterrichten . Dies ist in jedem Fach möglich.
  • Das Hochschulpersonal kann in der beruflichen Entwicklung  gefördert werden – durch Fortbildungen und Job Shadowings an einer Partnerhochschule oder bei einer entsprechenden Einrichtung im europäischen Ausland.

Ich gehöre zum Zielpublikum und bin an einer Teilnahme interessiert. Was muss ich unternehmen?

  • Kontaktieren Sie das International Relations Office Ihrer Institution der Tertiärstufe (Universität, Hochschule, Fachhochschule oder Höhere Fachschule). Dort erhalten Sie alle praktischen Informationen zum SEMP wie die Teilnahmebedingungen, Anmeldefristen, auszufüllenden Formulare und Informationen zur finanziellen Förderung. 
  • Für Studierende und Dozierende: Das International Relations Office zeigt Ihnen ebenfalls auf, mit welchen ausländischen Institutionen eine Partnerschaft besteht, d.h. wo überall Sie hinreisen können.

Was eine SEMP-Mobilität ausmacht, erklärt Michael Hengartner, Präsident ETH-Board und ehemaliger Rektor UZH im Video.

Wie werden die Mobilitäten organisiert?

Hochschulen und Höhere Fachschulen verfügen in der Regel über ein International Relations Office. Dieses ist zuständig für die Organisation und Durchführung der Studierenden- und Personalmobilität. Studierende, Dozierende und Mitarbeitende, die sich über die Möglichkeiten eines Auslandsaufenthaltes informieren möchten, wenden sich an das International Relations Office ihrer Institution der Tertiärstufe. Dort erhalten sie alle weiteren Informationen (Anforderungen, Bewerbung, Fristen, etc.).

Wer kann bei Movetia einen Antrag einreichen?

SEMP-Mobilitätsprojekte werden nicht von Studierenden oder vom Hochschulpersonal direkt, sondern von den Schweizer Bildungsinstitutionen der Tertiärstufe bei der nationalen Agentur Movetia eingereicht. Dies gilt auch für die Incoming-Mobilität.

Incoming-Mobilität – was, wie, wo?

Ausländische Studierende und Hochschulangehörige mit Destination Schweiz werden ebenfalls über SEMP gefördert. Praktika müssen über eine Schweizer Institution der Tertiärstufe organisiert werden, in der Regel eine Partnerinstitution der eigenen Hochschule. Studierende und das Hochschulpersonal erhalten Informationen beim International Relations Office ihrer Heiminstitution oder einer Schweizer Partnerinstitution.

Förderinstrumente von Erasmus+ und Möglichkeiten für Schweizer Institutionen

Eine zusätzliche Komponente bei der Internationalisierung von Hochschulen ist der Aufbau und die Umsetzung gemeinsamer Kooperationspartnerschaften. Erasmus+ bietet hierfür verschiedene Förderinstrumente an, die die interinstitutionelle Zusammenarbeit unterstützen. Diese Übersicht fasst alle Angebote von Erasmus+ für die Tertiärstufe zusammen und gibt Auskunft über die Teilnahmemöglichkeiten für Schweizer Institutionen der Tertiärstufe (trotz Partnerland-Status). Für die aussereuropäische Kooperation stehen weitere Förderinstrumente im Rahmen des Internationalen Programms von Movetia zur Verfügung.

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