Das Schweizer Programm zu Erasmus+ auf Tertiärstufe heisst Swiss-European Mobility Programme SEMP. SEMP bietet Schweizer Hochschulen und Höheren Fachschulen die Möglichkeit, Studierende, Dozierende und Personal für Studien-, Praktikums-, Lehr- und Weiterbildungsaufenthalte in Europa zu fördern. 

Wer kann teilnehmen?

  • Studierende können einen Studienaufenthalt an einer Partnerhochschule im europäischen Ausland von bis zu 12 Monaten pro Studienzyklus (Bachelor, Master, Doktorat) absolvieren. Die Aufenthalte werden für das Studium an der eigenen Hochschule anerkannt.
  • Studierende und Absolvierende können ein Praktikum bei einem Unternehmen oder an einem anderen geeigneten Arbeitsplatz im Ausland von bis zu 12 Monaten pro Studienzyklus (Bachelor, Master, Doktorat) absolvieren.
  • Dozierende haben die Möglichkeit bis zu 2 Monate im Ausland zu unterrichten. Dies ist in jedem Fachbereich möglich.
  • Das Hochschulpersonal kann in der beruflichen Entwicklung gefördert werden – durch Fortbildungen im Ausland und durch Job Shadowing/Hospitationen an einer Partnerhochschule oder bei einer entsprechenden Einrichtung im Ausland.

Wer kann Projekte einreichen?

SEMP-Projekte zur Mobilität werden nicht von Studierenden oder vom Hochschulpersonal direkt, sondern von den Bildungsinstitutionen der Tertiärstufe bei der nationalen Agentur Movetia eingereicht. 

Wie werden die Mobilitäten organisiert?

Hochschulen und Höhere Fachschulen verfügen in der Regel über ein International Relations Office. Dieses ist zuständig für die Organisation und Durchführung der Studierenden- und Personalmobilität. Studierende, Dozierende und Mitarbeitende, die sich über die Möglichkeiten eines Auslandsaufenthaltes informieren möchten, wenden sich an das International Relations Office ihrer Institution der Tertiärstufe. Dort erhalten sie alle weiteren Informationen (Anforderungen, Bewerbung, Fristen, etc.).

Incoming-Mobilität – was, wie, wo?

Um die Gegenseitigkeit zu gewährleisten werden Studierenden- und Personalmobilitäten aus Erasmus+-Programmländern in die Schweiz ebenfalls mit SEMP gefördert. Praktika müssen über eine Schweizer Institution der Tertiärstufe organisiert werden, in der Regel eine Partnerinstitution. Studierende und Hochschulpersonal erhalten Informationen beim International Relations Office ihrer Heiminstitution.

Seit 1987 hat das Erasmus-Programm mehr als 4,4 Millionen Studierenden aus Europa – davon 44‘251 aus der Schweiz – zu einem Auslandsaufenthalt verholfen. Welche sind die beliebtesten Studiendestinationen? Welche Studienfächer sind am „mobilsten“? Unsere Statistiken geben Auskunft!

Förderinstrumente von Erasmus+ und Möglichkeiten für Schweizer Institutionen

Eine zusätzliche Komponente bei der Internationalisierung von Hochschulen ist der Aufbau und die Umsetzung gemeinsamer strategischer Partnerschaften und Kooperationsprojekte. Erasmus+ bietet hierfür verschiedene Förderinstrumente an, die die interinstitutionelle Zusammenarbeit unterstützen. Diese Übersicht fasst alle Angebote von Erasmus+ für die Tertiärstufe zusammen und gibt Auskunft über die Teilnahmemöglichkeiten (trotz Partnerland-Status) für Schweizer Institutionen der Tertiärstufe. 

Für die aussereuropäische Mobilität und Kooperation stehen weitere Förderinstrumente im Rahmen des Internationalen Programms von Movetia zur Verfügung.